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Thailand schneidet in internationalen Vergleichen der Englischkenntnisse seit Jahren relativ schlecht ab. Ein solcher nationaler Durchschnittswert vermittelt jedoch nur einen Teil des Bildes. Wer lediglich die Gesamtpunktzahl betrachtet, übersieht die großen Unterschiede zwischen Bangkok und den Provinzen, zwischen Touristenzentren und ländlichen Gebieten sowie zwischen Berufen, in denen Englisch täglich benötigt wird, und solchen, in denen es kaum erforderlich ist.

Diese Unterscheidung ist wichtig, um ehrlich beurteilen zu können, warum Englisch in Thailand oft nur unzureichende Kenntnisse besitzt. Das Problem hat keine einzige Ursache und liegt auch nicht in einem vermeintlichen Mangel an Talent. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel von Geschichte, Bildung, sozialer Ungleichheit, Sprachstruktur und Sprachkontakt. Genau deshalb kann das Niveau in einem Umfeld bemerkenswert hoch sein, während es anderswo deutlich hinterherhinkt. Ein differenziertes Bild erfordert daher mehr als die gängige stereotype Aussage, Thailänder sprächen schlecht Englisch.

Englisch blieb in Thailand lange Zeit eine Fremdsprache.

Der historische Hintergrund klärt vieles. Thailand hatte nie dasselbe Verhältnis zum Englischen wie beispielsweise Malaysia oder die Philippinen. In diesen Ländern entwickelte sich Englisch viel stärker zu einer Verwaltungs-, Sozial- und Bildungssprache. In Thailand blieb Englisch primär eine Fremdsprache für den Kontakt mit dem Ausland, Diplomatie, Handel und später Tourismus. Thai blieb naturgemäß die dominierende Sprache in Regierung, Schule und Alltag.

Dieser historische Unterschied wirkt sich noch immer aus. Wenn eine Sprache nicht tief in Institutionen verankert ist, bleibt die Motivation, sie umfassend und aktiv zu beherrschen, begrenzt. Lange Zeit war Englisch in Thailand vor allem Eliten, städtischen Kreisen und internationalen Kontakten vorbehalten. Erst später gewann das Fach einen breiteren Stellenwert im Bildungswesen. Daher befand sich Thailand in einer anderen Ausgangslage als einige seiner Nachbarländer, was sich noch heute im Umfang der praktischen Verwendung von Englisch widerspiegelt. Wichtige historische Punkte sind:

  • Englisch erlangte in Thailand nie den Status einer zweiten Amtssprache.
  • Das Thema entwickelte sich erst später zu einem umfassenden Schulfach.
  • Die Sprache blieb lange Zeit mit Eliten, Handel und Auslandskontakten verbunden.
  • Infolgedessen blieb die Kluft zwischen Schulenglisch und Alltagsenglisch weiterhin groß.

Bildung klingt auf dem Papier ambitioniert, wird aber in der Praxis uneinheitlich umgesetzt.

Ein Großteil der Erklärung liegt im aktuellen Bildungssystem. Thailand verfolgt zwar eine Strategie zur Verbesserung der Englischkenntnisse. Internationale Zielvorgaben wurden eingeführt, der Lehrerausbildung wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und die Regierung erkennt an, dass bessere Sprachkenntnisse für Wirtschaft, Tourismus und Internationalisierung unerlässlich sind. Theoretisch klingt das logisch und ambitioniert. In der Praxis ist die Umsetzung jedoch weit weniger konsequent.

Ein anhaltendes Problem ist die Qualität des Lehrpersonals. Neuere Analysen stützen sich noch immer auf ältere Messungen, die zeigen, dass vielen Englischlehrern selbst die nötigen praktischen Fähigkeiten fehlen. Das ist ein entscheidender Punkt. Wenn ein Lehrer hauptsächlich Regeln erklärt, aber selbst nicht sicher im Sprechen und Zuhören ist, spiegelt sich diese Einschränkung unmittelbar im Unterricht wider. Thailand versucht, dies durch zusätzliche Fortbildungen und strengere Anforderungen an neue Lehrkräfte zu verbessern, doch solche Defizite lassen sich nicht so einfach beheben.

Hinzu kommt, dass die Unterschiede zwischen den Schulen erheblich sind. Es ist besonders schwierig, gute Lehrkräfte in ländlichen Gebieten und an kleineren Schulen zu gewinnen und zu halten. Außerdem müssen Lehrkräfte dort mitunter auch außerhalb ihres eigenen Fachgebiets unterrichten. Daher erhält ein Schüler in Bangkok oder an einer renommierten Privatschule oft eine ganz andere Grundlage in Englisch als ein Schüler in einer abgelegenen Provinz.

In der Unterrichtspraxis wird zu viel Wert auf Regeln und zu wenig auf das Sprechen gelegt.

Nicht nur die Qualität der Lehrkräfte spielt eine Rolle, sondern auch die Lehrmethode selbst. In Thailand wird Englisch seit Langem anhand von Grammatik, Vokabeln, Übersetzungen und Prüfungsvorbereitung unterrichtet. Dadurch lernen die Schüler zwar hauptsächlich die theoretischen Grundlagen der Sprache, üben aber weniger in echten Gesprächen, im Hörverstehen und in spontanen Reaktionen. Dies führt zu einem bekannten Muster: Jemand kennt die Schulregeln, erstarrt aber, sobald ein Ausländer eine Frage stellt.

Dieser Unterschied zwischen Wissen und Anwendung ist entscheidend. In der Praxis beurteilen Touristen und Expats ihre Englischkenntnisse meist anhand von Sprechen und Verstehen, nicht anhand der schriftlichen Grammatik. Wenn ein Lernender jahrelang hauptsächlich Lückentexte ausfüllt, abschreibt und auswendig lernt, entwickelt sich die Sprechfertigkeit nicht auf natürliche Weise. Forscher beobachten daher schon lange, dass kommunikativer Sprachunterricht zwar als Ideal gilt, aber keineswegs immer gut im Unterricht umgesetzt wird. Dies zeigt sich in vielen konkreten Situationen:

  • Die Schüler trauen sich kaum zu sprechen, aus Angst, Fehler zu machen;
  • Die Aussprache erfährt oft weniger Aufmerksamkeit als die Grammatik;
  • Das Hören von natürlich gesprochenem Englisch wird nicht ausreichend behandelt;
  • Prüfungen belohnen Reproduktion mehr als echte Kommunikation;
  • In der Praxis greifen Lehrer oft auf Erklärungen in Thai zurück.

Das heißt nicht, dass die Schüler nichts lernen. Es bedeutet jedoch, dass das Gelernte allzu oft passiv bleibt. Solange Englisch primär Prüfungsfach und nicht Gebrauchssprache ist, bleibt das praktische Niveau hinter den Erwartungen zurück.

Aussprache, Laute und Rhythmus machen Englisch für Thailänder besonders schwierig.

Ein Teil des Problems liegt nicht im Lernaufwand oder der Intelligenz, sondern in der sprachlichen Distanz zwischen Thai und Englisch. Diese Distanz ist beträchtlich. Thai verwendet Töne, während Englisch viel stärker auf Betonung und Rhythmus setzt. Darüber hinaus enthält Englisch einige Laute, die im Thai nicht oder kaum vorkommen. Infolgedessen entstehen systematische Ausspracheprobleme, die selbst bei Menschen mit guten Vorkenntnissen bestehen bleiben.

Dies ist wichtig, da Ausländer Sprachkompetenz oft mit Verständlichkeit verwechseln. Jemand mag zwar genau wissen, was er sagen will, aber wenn die Aussprache deutlich von den Erwartungen des Zuhörers abweicht, wird dies schnell als schlechtes Englisch wahrgenommen. Studien zeigen, dass in der Kommunikation zwischen Thailändern und Ausländern vor allem die Phonologie Probleme bereitet. Anders ausgedrückt: Nicht die Grammatik, sondern die Phonetik ist oft das größte Hindernis. Typische Schwierigkeiten sind:

  • Englische Laute, die im Thailändischen fehlen;
  • Schwierigkeiten mit der Wortbetonung;
  • ein anderer Sprechrhythmus als im Englischen;
  • Konsonantenaustausch;
  • begrenztes Training in natürlicher Aussprache.

Daher kann man nicht ehrlich behaupten, das Problem sei rein pädagogischer Natur. Es geht auch um Sprachstruktur und phonetische Distanz. Genau diese Kombination macht es vielen Thailändern besonders schwer, verständliches Englisch zu lernen.

Soziale Schicht, Region und Bildung bestimmen maßgeblich, wie gut jemand Englisch lernt.

In Thailand herrschen keine Chancengleichheit. Wer in Bangkok aufwächst, eine gute Schule besucht, Zugang zum Internet und englischsprachigen Medien hat und später in einem internationalen Arbeitsumfeld tätig ist, hat deutlich bessere Möglichkeiten, Englisch wirklich zu lernen, als jemand aus einem ärmeren oder ländlichen Umfeld. Dieser Unterschied ist kein nebensächliches Detail, sondern ein wesentlicher Erklärungsansatz.

Offizielle Bildungsdaten belegen erhebliche Unterschiede zwischen Schülern in städtischen und ländlichen Gebieten sowie zwischen sozioökonomisch stärkeren und schwächeren Gruppen in Thailand. UNICEF und die OECD weisen darauf hin, dass diese Unterschiede nicht nur finanzieller Natur sind, sondern auch die Schulqualität, das sprachliche Umfeld und der Zugang zu Bildungschancen betreffen. Dies wirkt sich unmittelbar auf den Fremdsprachenunterricht aus. Englisch gewinnt vor allem dort an Bedeutung, wo finanzielle Mittel, Zeit, eine gute Ausbildungsqualität und praktische Notwendigkeit vorhanden sind. Ein kurzer Überblick verdeutlicht diesen Unterschied:

Gruppe oder KontextCharakteristisch für die PraxisKonsequenz für Englisch
Bangkok und Großstädtemehr gute Schulen, mehr internationale Kontaktedurchschnittlich höheres Niveau
Ländliche ProvinzenWeniger Ressourcen, geringere Präsenz, häufigerer Lehrermangeldurchschnittliches unteres Niveau
Hochgebildete Menschenbesserer Zugang zu hochwertigen Medien und Weiterbildunghäufiger besseres funktionales Englisch
niedriger gebildetweniger Übungsmöglichkeiten und geringere praktische Notwendigkeithäufiger begrenztes Niveau
Touristische Gebietetäglicher Kontakt mit Ausländernschnelleres funktionales Sprechniveau
Lokale Sektoren ohne internationale RolleEs besteht kaum Bedarf, Englisch zu verwenden.Das Wissen bleibt passiv

Man muss hinsichtlich der Unterschiede zwischen Hoch- und Niedriggebildeten präzise vorgehen. Es gibt keine perfekte, aktuelle Landvermessung, die alle Daten bis auf die Nachkommastelle aufschlüsselt. Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Stellung, Schulqualität und Sprachkompetenz ist jedoch eindeutig. Daher ist es irreführend anzunehmen, dass alle Thailänder unter denselben Bedingungen Englisch lernen.

Bangkok ist im Durchschnitt stärker, aber die Provinzen hinken nicht einheitlich hinterher.

Der Unterschied zwischen Bangkok und den Provinzen ist unbestreitbar, doch ist hier eine differenzierte Betrachtung angebracht. Im internationalen Vergleich schneidet Bangkok deutlich besser ab als viele andere Regionen Thailands. Das ist nachvollziehbar. Die Hauptstadt beherbergt mehr internationale Unternehmen, bessere Schulen, mehr Ausländer, mehr englischsprachige Dienstleistungen und mehr Branchen, in denen Englisch von Nutzen ist. Für viele Einwohner ist Englisch dort kein abstraktes Schulfach, sondern ein unverzichtbares Werkzeug im Beruf.

Man sollte sich jedoch vor einer zu simplen Unterscheidung hüten. Nicht alle Provinzen schneiden schlecht ab, und nicht jeder Einwohner Bangkoks spricht gut Englisch. Einige Städte außerhalb Bangkoks schneiden sogar relativ gut ab, insbesondere solche mit Tourismus, grenzüberschreitendem Handel, internationaler Logistik oder großen Universitäten. Andere Gebiete schneiden schwächer ab, vor allem dort, wo die Wirtschaft stärker regional ausgerichtet und das Bildungssystem weniger stark ist. Der Unterschied verläuft daher nicht nur entlang der Trennlinie Hauptstadt versus Provinz, sondern auch in Bezug auf Wirtschaft, Beruf, Schulqualität und internationale Offenheit.

Das sieht man auch im Alltag. In einem Hotel, einer internationalen Klinik oder einem modernen Geschäft in einem Touristenzentrum kommt man oft problemlos mit Englisch zurecht. In einem lokalen Amt, einem normalen Laden im Viertel oder außerhalb der Touristengebiete ist das aber deutlich weniger selbstverständlich. Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt genau, wie ungleich das System strukturiert ist.

Die verschiedenen Sektoren unterscheiden sich erheblich in ihrem praktischen Sprachniveau.

Wer behauptet, Thailänder sprächen schlecht Englisch, vergleicht oft Äpfel mit Birnen. Jemand stützt sein Urteil beispielsweise auf einen Taxifahrer, einen Händler auf dem Markt oder einen Angestellten im Bezirksamt. Doch diese Gruppen benötigen nicht unbedingt die meisten Englischkenntnisse. In Bereichen, in denen Englisch zum Alltag gehört, ist das Niveau oft deutlich höher.

Der Tourismus ist das deutlichste Beispiel. Hotels, die Luftfahrtbranche, das internationale Gastgewerbe, Reisebüros und Teile des Einzelhandels investieren in praxisorientiertes Englisch, da es sich unmittelbar auszahlt. In solchen Bereichen ist der Sprachgebrauch oft funktional, zielorientiert und für die Kundenkommunikation ausreichend. Dasselbe gilt für Projektmanagement, internationalen Handel und Teile des Dienstleistungssektors. Demgegenüber gibt es Branchen, in denen Englisch wenig Nutzen bringt und daher weniger aktiv gepflegt wird. Grob lässt sich folgende Unterscheidung treffen:

  • Tourismus und Gastgewerbe: oft funktionales und mittelmäßiges bis gutes Englisch;
  • Internationaler Handel und Projektarbeit: in der Regel höheres Niveau;
  • Bildung: sehr unterschiedlich, abhängig von der Institution und dem Lehrer;
  • Lokaler Service: oft beschränkt auf einfache Standardphrasen;
  • Regierung: stark abhängig von Standort, Funktion und Bürgerkontakt.

Für die Regierung ist das Bild besonders uneinheitlich. In zentralen oder internationalen Positionen kann das Niveau recht hoch sein, aber in der Kommunalverwaltung ist Englisch oft nicht die alltägliche Arbeitssprache. Daher sind die Erfahrungen von Ausländern mit Beamten sehr unterschiedlich.

Tourismus und Internationalisierung helfen zwar, lösen aber nicht das Kernproblem.

Thailand ist ein Tourismusland, und daher gehen viele Ausländer davon aus, dass Englisch überall ausreichend verfügbar ist. Das ist ein Irrtum. Der Tourismus schafft zwar Gebiete mit funktionalem Englisch, verbessert aber nicht automatisch das Niveau der Landessprache. Jemand, der in einem Resort, Hotel, einer Tauchschule oder einer internationalen Klinik arbeitet, lernt Englisch schneller als jemand, der in einem rein lokalen Umfeld tätig ist. Dieser Effekt bleibt jedoch oft auf bestimmte Orte und Positionen beschränkt.

Die Internationalisierung hat Auswirkungen. Junge Menschen und Berufstätige kommen immer häufiger mit englischsprachiger Musik, Serien, Videos, Spielen und sozialen Medien in Kontakt. Das erhöht die Sprachkompetenz und senkt mitunter die Hemmschwelle. Doch allein der Kontakt mit der Sprache reicht nicht aus. Ohne gezielte Anleitung, Übung und praktische Anwendung bleibt vieles ungenutzt. Man versteht zwar einzelne Wörter oder gängige Redewendungen, aber noch nicht fließend genug für echte Gespräche.

Genau deshalb verläuft der Fortschritt ungleichmäßig. In manchen Bereichen verbessert sich das Englische sichtbar. In anderen Kontexten ändert sich wenig. Das Land entwickelt sich also, aber nicht überall im gleichen Tempo.

Das Problem ist struktureller Natur, aber eine Verbesserung ist erkennbar.

Die Frage ist also, ob es sich um ein anhaltendes strukturelles Problem oder eine sich allmählich verbessernde Situation handelt. Die Antwort lautet: beides. Ja, das Problem ist strukturell bedingt. Dies zeigt sich in der wiederkehrenden Kombination aus schwacher Bildungsgrundlage, regionaler Ungleichheit, einer langen Tradition grammatikorientierter Bildung und phonetischen Barrieren. Solche Probleme verschwinden nicht von selbst.

Gleichzeitig gibt es Anzeichen für Verbesserungen. Thailand verschärft die Anforderungen an Lehrkräfte, investiert in Fortbildungen und bemüht sich, Kommunikationskompetenzen stärker in den Unterricht zu integrieren. Jüngere Generationen haben zudem einen besseren Zugang zu englischsprachigen Medien und internationalen Kontakten als frühere Generationen. Infolgedessen sind Fortschritte sichtbar, insbesondere in urbanen und professionellen Bereichen.

Man kann also nicht ehrlich behaupten, dass sich nichts ändert. Genauso wenig kann man aber sagen, dass das Problem weitgehend gelöst ist. Fakt ist, dass in Teilen der Gesellschaft Verbesserungen sichtbar sind, während der nationale Durchschnitt weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Das Stereotyp ist teilweise richtig, aber als allgemeine Aussage ist es zu grob.

Der häufigste Irrglaube ist, dass Thailänder im Allgemeinen schlecht Englisch sprechen. Diese Aussage ist zu grob. Sie ignoriert die Unterschiede zwischen Regionen, Altersgruppen, Bildungsniveaus und Berufsfeldern. Außerdem wird übersehen, dass viele Kommunikationsprobleme primär in der Aussprache, den Hörgewohnheiten und dem Kontext begründet liegen, nicht immer in einem Mangel an Vokabeln oder Grammatikkenntnissen.

Ein zweites Missverständnis ist die Annahme, dass Tourismus automatisch bedeutet, dass ganz Thailand gut Englisch sprechen sollte. Das ist unrealistisch. Der Tourismus konzentriert sich geografisch und wirtschaftlich auf bestimmte Regionen. Außerhalb dieser Gebiete ist die Verwendung von Englisch oft deutlich eingeschränkter. Ein drittes Missverständnis ist die Annahme, dass niedrige Werte in internationalen Indizes bedeuten, dass absolut jeder schlecht abschneidet. Solche Messungen sind zwar nützlich, haben aber ihre Grenzen und repräsentieren nie die gesamte Bevölkerung perfekt. Die treffendste Zusammenfassung lautet daher:

  • Das durchschnittliche praktische Niveau ist in Thailand relativ niedrig;
  • Die Ursachen sind in erster Linie struktureller und nicht kultureller Natur;
  • Die Unterschiede innerhalb Thailands sind erheblich;
  • Aussprache und Verständlichkeit spielen eine größere Rolle, als oft angenommen wird;
  • Verbesserungen sind erkennbar, aber ungleichmäßig verteilt.

Die Annahme, dass Thailänder schlecht Englisch sprechen, enthält daher einen wahren Kern, wird aber falsch, sobald sie als allgemeine Eigenschaft aller Thailänder dargestellt wird.

Thailand zeigt, dass Sprachkompetenz vor allem dort wächst, wo gute Bildung, Übung und Notwendigkeit zusammentreffen. Die begrenzten Englischkenntnisse in Thailand sind hauptsächlich auf historische Entscheidungen, ungleiche Bildungschancen, grammatikorientierten Unterricht, Sprachbarrieren und soziale Unterschiede zurückzuführen. Das Stereotyp trifft daher nur teilweise zu. Als verallgemeinernde Aussage über alle Thailänder ist es zu simpel und zu hart.

Quellen: EF EPI, OECD, UNICEF Thailand, British Council, ERIC, MDPI

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40 Antworten auf „Warum die Englischkenntnisse vieler Thailänder in der Praxis hinterherhinken“

  1. Kees sagt oben

    Wenn Sie ein Kommunikationsproblem haben, bringt es Sie nicht weiter, sich zu ärgern und dem anderen die Schuld zuzuschieben. Die einzige Lösung ist, zu versuchen, selbst etwas zu ändern. Ich höre oft, wie Englischsprachige mit Thailändern in schnellem Englisch oder mit starkem Akzent sprechen. Das führt zu nichts. Langsam, deutlich und mit einfachen Worten zu sprechen, hilft enorm.

    Für alle, die sich länger in Thailand aufhalten, ist das Erlernen der thailändischen Sprache sehr empfehlenswert. Thailändisch fließend zu lernen ist zwar nicht einfach, aber mit etwas Geduld lassen sich die Grundlagen leicht erlernen. Und falls Sie sich beschweren, dass es zu schwierig ist, können Sie den Thailändern nicht vorwerfen, dass sie schlecht Englisch sprechen.

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    • Ronny sagt oben

      Einem Thailänder fällt es angeblich schwer, Englisch zu lernen, und deshalb sollten wir ihn nicht dafür verantwortlich machen. Das ist eine zu einfache Argumentation. Nach dieser Logik müssten wir die Lösung in uns selbst suchen und erst im Alter anfangen, Thai zu lernen.

      Aber wenn man so argumentiert, profitieren auch Kinder im Schulalter nicht davon. Englisch ist eine Weltsprache, und jeder kann am meisten davon profitieren, sie zu beherrschen.

      Im Übrigen ist es für einen Farang eine persönliche Entscheidung, Thai zu lernen. Es bleibt jedoch merkwürdig, dass die Mehrheit der Thailänder nicht die gleiche Entscheidung trifft, Englisch zu lernen.

      7
      • Peer sagt oben

        Ganz genau, Ronny.
        Die thailändische Aussprache eignet sich nicht zum Sprechen von Englisch.
        Würden die Fernsehserien und Filme jedoch nicht synchronisiert, kämen viele Thailänder davon profitieren, da sie „durch Sprechen“ lernen.

        2
      • Kees sagt oben

        Darum geht es mir nicht. Natürlich wäre es für uns einfacher, wenn die Thailänder fließend Englisch sprechen würden. Solange das aber nicht der Fall ist, ist es in der Praxis besser, sich nicht zu sehr zu ärgern und unser Bestes zu geben, um zur Kommunikation beizutragen.

        3
        • Kris sagt oben

          Es geht um die Englischkenntnisse der thailändischen Bevölkerung, nicht darum, dass Farang Thai lernen müssen.

          Um beim Thema zu bleiben: Für einen Thailänder ist es sicherlich wertvoll, eine weitere (Welt-)Sprache zu beherrschen.

          Stellen Sie sich vor, Sie wären als Farang in einem fremden Land und könnten kein Englisch sprechen; das würde einige praktische Probleme mit sich bringen. Dasselbe gilt für Thailänder: Außerhalb der Landesgrenzen kommt man mit Thai allein oft nicht weit. Innerhalb der eigenen Region ist das natürlich kein Problem, aber das ist eine bewusste Entscheidung.

          Es ist auffällig, dass selbst einige hochrangige thailändische Politiker kaum Englisch sprechen, aber anscheinend kommt man auch ohne zurecht, solange sich alle anpassen.

          2
          • Kees sagt oben

            Da stimme ich dir vollkommen zu, Kris. Aber wir werden das Problem so nicht lösen. Bis dahin musst du einfach versuchen, so gut wie möglich damit umzugehen. Thai zu lernen hilft dabei auf jeden Fall.

            1
          • Josh M sagt oben

            In mijn schoonfamilie een nicht spreekt perfect Engels ( beter dan ik) maar ze wil dat haar puber dochter Chinees gaat leren ipv Engels..

            1
        • fred sagt oben

          Ik probeer wat ik kan zeggen in het Thai ook toe te passen. Echter merk ik dat Thai die beetje Engels kunnen dat dan ook graag laten horen en ze zelf meestal graag overschakelen op het Engels . Ik kan dat alleen maar toejuichen…..Engels is de zowat meest verspreide wereldtaal en dat geldt voor iedereen. Ik ben ook heel blij ik me niet moet redden met alleen maar Nederlands….Het zou prachtig zijn mocht gans de wereldbevolking als tweede taal Engels leren…..het zou volkeren zeker meer verenigen en de communicatie sterk ten goed komen. Wie als oude expat nog Thai wil leren mag dat en is prima maar persoonlijk vind ik dat TH jongeren meer baat hebben om de Engelse taal onder de knie te krijgen dan dat een oude pensionado dat zou hebben met Thai te leren.

          3
          • Josh M sagt oben

            Helemaal met je eens Fred ik als ouwe l#l heb problemen met horen dus kan de verschillende tonen niet uit elkaar houden ..
            Over Engels was laatst op een kantoor van mijn bank en de medewerkster begreep niet goed wat mijn probleem was.
            Zij belde het hoofdkantoor en daar kreeg ik een Engels sprekende dame aan de lijn die ik verzocht om iets langzamer te spreken omdat ik geen English native ben.. verder alles zoals gewoonlijk hier prima opgelost

            1
      • Theow sagt oben

        Ik snap niet jouw stelling dat een Thai Engels moet leren omdat het een wereldtaal is, ken jij alle andere wereldtalen zoals Spaans, Portugees, Rusisch, Chees wel?

        Als je in Europa in Italie, Spanje, Frankrijk, Litouwen en kan er nog vele andere noemen. Kan men met Engels ook niet terecht op de officiële instanties. Soms heeft men in een hotel ene paar personen die Engels kunnen. Maar vaak is het er ook maar 1. In Litouwen spreekt men buiten Litouws ook uitstekend Russisch. Net zoals in Letland en Estland.

        Vaak heb je te maken met translator bij officiele evenementen. Ik kom in vele landen en ben er al lang achter dat Google translate en nu ChatGPT de wereld taal is geworden 😉

        0
    • Stefaan sagt oben

      Ja, Kees, das ist in der Tat die ultimative Lösung. Die Englischkenntnisse der Thailänder sind erbärmlich – sie wollen keine Lösung – wir Farang müssen eben anfangen, Thai zu lernen…

      Das ist nur Herumreden und hat nichts mit dem Thema zu tun.

      Ich beherrsche drei Sprachen fließend (Niederländisch, Französisch und Englisch) und habe bereits sehr davon profitiert. Ob ich Thai lerne oder nicht, entscheide ich selbst; das ist unabhängig von den Sprachkenntnissen der thailändischen Jugend.

      Können Sie sich einen Universitätsstudenten in Ihrem Land vorstellen, der kein Englisch spricht? Genau da liegt das Problem. Das Bildungsniveau in Thailand ist in jeder Hinsicht erschreckend niedrig. Sprachkenntnisse sind eine grundlegende Fähigkeit, die einen ein Leben lang begleitet. Dass ihr so ​​wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist mir ein Rätsel.

      7
      • Kees sagt oben

        Stefaan, ich behaupte nicht, dass wir Thai lernen müssen, aber wir haben absolut keinen Einfluss auf ihr schlechtes Englisch. Die einzige Lösung, die wir anbieten können, um unser Leben in Thailand angenehmer zu gestalten, ist, ruhig und deutlich Englisch zu sprechen oder... Thai zu lernen.

        3
      • Josh M sagt oben

        Stefaan, toen ik als 12 jarige in NL naar de ULO ging werd er ook geen Engels onderwezen.
        Wij moesten Frans en Duits leren, wel lang geleden ik ben van 1951…

        0
  2. Klaas sagt oben

    Das Stereotyp stimmt also nur teilweise. Als Verallgemeinerung über alle Thailänder ist es zu simpel und zu hart. Schön ausgesprochen durch die rosarote Brille eines Optimisten.
    Der OECD-Bericht (PISA) zeichnet ein anderes Bild. Thailand fällt im Ranking kontinuierlich zurück. Nicht nur in Bezug auf die Englischkenntnisse, sondern auch in den anderen Fächern schneidet das Land schlecht ab.
    Der Hiso upperten schickt seine Nachkommen ins Ausland, um sie auf den Fortbestand der bestehenden Machtstrukturen vorzubereiten. Das einfache Volk muss lediglich für genügend billige Arbeitskräfte sorgen und darf vor allem keine Forderungen stellen.

    Siehe:
    https://www.oecd.org/en/publications/pisa-2022-results-volume-i-and-ii-country-notes_ed6fbcc5-en/thailand_6138f4af-en.html

    10
    • Mark sagt oben

      Diejenigen, die Sie als „Hiso Upperten“ bezeichnen, haben absolut kein Interesse an der Entwicklung der Bevölkerung. Sie wollen lediglich billige Arbeitskräfte – Menschen, die kaum Ansprüche stellen. Gebildete, redegewandte Menschen kann man in einer solchen Situation natürlich nicht einsetzen. Und das gilt ganz sicher für Thailand, wo die Wirtschaft von nur wenigen chinesisch-thailändischen Familien monopolisiert wird. In westlichen Ländern hätte man hier längst durchgegriffen. In den letzten Tagen wurden Sie hier auf ganz deutliche Weise damit konfrontiert: Benzinpreise. Absolut kein Preiswettbewerb. Alle Unternehmen verlangen die gleichen Preise. Außer Shell, die sich gerne ein paar zusätzliche Satang für unsere Königsfamilie einsteckt.

      1
  3. Willy sagt oben

    Ich habe einen Cousin in der Familie, den wir finanziell unterstützen.

    Viele Jahre lang ließen wir ihn mehrmals wöchentlich und samstags Englischunterricht nehmen. Außerdem besuchte er während der langen Schulferien mehrere Intensivsprachkurse.

    Das Ergebnis nach sechs Schuljahren war, dass er kaum Englisch sprach. Wenn ich mich mit ihm unterhalten wollte, war er unverständlich. Abgesehen von ein paar unverständlichen Worten kam kein einziges richtiges englisches Wort über seine Lippen.

    Seitdem sind weitere zwei Jahre vergangen. Er beginnt bald sein drittes Studienjahr und kommt nun endlich ab und zu vorbei, um sich mit mir zu unterhalten. Sein Englisch hat sich nur minimal verbessert, ist aber immer noch erschreckend schlecht. Er strebt eine internationale Karriere an, doch ich fürchte, seine Sprachkenntnisse reichen dafür bei Weitem nicht aus. Ich überlasse es ihm; er wird sehen, was die Zukunft bringt.

    5
  4. Arno sagt oben

    Leider habe ich das in der Familie erlebt: Einige meiner thailändischen Cousins ​​konnten recht gut Englisch, aber die Angst vor dem Scheitern, die Angst, einen Fehler zu machen, hinderte sie daran, ein Gespräch mit mir auf Englisch zu beginnen.
    Ich habe versucht, ihnen klarzumachen, dass man aus Fehlern lernt und dass sie keine Angst haben müssen, dass ich sie auslachen würde.
    Ich habe ihnen tatsächlich signalisiert, dass ich ihnen helfen möchte und dass ich sie korrigieren und ihnen erklären würde, wie es richtig geht, falls sie einen Fehler machen.
    Doch leider siegte die Angst vor dem Scheitern, und ein Gespräch mit meinen Neffen kam nie zustande.
    Schade, schade.

    GR. Arno

    8
  5. Cornelis sagt oben

    Eine der Ursachen ist natürlich die Praxis des „Nicht-Durchfallens“ an Schulen. Selbst wenn man nichts tut, kommt man einfach in die nächste Stufe. Das führt dazu, dass man sechs Jahre Englischunterricht in der Sekundarstufe hat und trotzdem kein einziges Wort Englisch sprechen kann.

    6
    • MeeYak sagt oben

      Unsere jüngste Tochter hatte zwei Jahre lang Unterricht bei einem niederländischen Lehrer; ihre Aussprache verbesserte sich. Nun hat dieser Mann eine besser bezahlte Stelle angenommen, und meine Tochter erhält Englischunterricht bei einem thailändischen Lehrer, was dazu geführt hat, dass ihr Akzent und ihre Aussprache thailändisch sind.
      Unsere Tochter hatte keine Hemmungen, sich mitzuteilen, aber seit der neuen Lehrerin kommt es regelmäßig zu Missverständnissen; ich verstehe sie nicht, und mein Partner, der perfekt Englisch spricht, springt ein, um zu helfen.
      Mit den Lehrmethoden an dieser Schule in CNX kommen wir nicht wirklich voran; meine Tochter zögert, Englisch zu sprechen, aber glücklicherweise ist sie lernbegierig und akzeptiert Korrekturen, dennoch kann ich ihre Scheu, in der Öffentlichkeit Englisch zu sprechen, nicht beseitigen.
      Die älteste Tochter ist Jahrgangsbeste am College und hat sogar ein Stipendium erhalten, um im Mai dieses Jahres an die Universität zu gehen.
      Auch ich hatte jahrelang Schwierigkeiten, mit ihr ein Gespräch auf Englisch zu beginnen; beide Kinder lernen zwar in der Schule Vokabeln, aber Englisch zu sprechen ist so gut wie nicht vorhanden und wird von einer Lehrerin mit thailändischem Akzent unterrichtet.
      Nach Jahren ist die Älteste zwar nicht mehr kommunikationsfreudig, aber ihre Aussprache ist entmutigend, und selbst bei ihr muss die liebe Mutter eingreifen, um das Gespräch in die richtige Richtung zu lenken.
      Der Freund des Ältesten, ein netter, fleißiger junger Mann, dessen Englischkenntnisse – zumindest ein kleiner Teil seines Wortschatzes – gleich null sind.
      Es ist nicht die Schuld der Kinder, dass sie zögern, Englisch zu sprechen; es liegt am Bildungsniveau und an den Lehrern, die selbst nur über geringe Englischkenntnisse verfügen.
      An einem Unterrichtsabend unterhielt ich mich mit einem Englischlehrer; es war so erbärmlich, dass das Gespräch auf Thailändisch geführt wurde, wobei meine Frau als Dolmetscherin fungierte.
      Was mich besonders beeindruckt, ist, dass chinesische Kinder schon früh eine Privatschule besuchen und dort perfekt Englisch lernen; sie unterhalten sich sogar untereinander auf Englisch, und zwar ohne jegliche Ausspracheprobleme. Selbst ich hinke ihnen in meinem Englisch hinterher.
      Eine gute Ausbildung ist also möglich, nur unglaublich teuer und für den durchschnittlichen Thailänder unerschwinglich; nebenbei bemerkt: Die Schulgebühren, die wir zahlen, sind beträchtlich.
      Es wäre gut, wenn die thailändische Regierung diesem Thema große Aufmerksamkeit schenken würde, da es um die Zukunft der Jugend geht.
      Unsere Töchter werden allerdings auf Chinesisch unterrichtet. Ich habe keine Ahnung, ob das besser funktioniert als Englisch, da ich weder Chinesisch spreche noch verstehe.
      Es werden jetzt wahrscheinlich Kommentare kommen wie „Lerne doch selbst Thai“ – aber in diesem Thema geht es um den Englischunterricht an thailändischen Schulen.
      MVG
      MeeYak

      7
  6. GeertP sagt oben

    Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Übersetzungs-Apps wäre es meiner Meinung nach vielleicht klüger, seine Zeit mit etwas anderem zu verbringen.

    4
    • Mensch ärgere dich nicht sagt oben

      All diese technischen Hilfsmittel machen dich nur dümmer.

      Die Jugend kann nicht mal mehr fehlerfrei schreiben. Logisches Denken ist überflüssig; man stellt einer KI eine Frage und bekommt die Antwort auf einem Schild. Kalligrafie kennen sie gar nicht mehr; alles wird über die Tastatur eingegeben. Aber dafür sind sie umso freimütiger!

      Es lebe der digitale Fortschritt!

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  7. Autschkoet sagt oben

    Ich hatte einige Jahre lang die Gelegenheit, in Thailand zu unterrichten. Das Problem liegt darin, dass ihnen nur das ABC usw. beigebracht wird. Wie sollen die Thailänder dann verstehen, dass beispielsweise der Buchstabe „a“ mehrere Laute hat?
    Bringen Sie ihnen die verschiedenen Laute bei, unter anderem den Laut 'a', und erklären Sie, wann sich die Laute ändern, z. B. fake, back, ball, bra.
    Ich habe das all die Jahre so gemacht – und die Schüler, die meinen Erklärungen aufmerksam folgten, konnten die Wörter genau so aussprechen, wie sie an der Tafel standen. Nutzen Sie das, denn im Thailändischen hat jeder Laut einen eigenen Buchstaben.

    2
  8. Hans sagt oben

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass diejenigen in höheren Positionen keinen Bedarf an redegewandten Menschen haben, die sich auch in einer Fremdsprache ausdrücken können.

    Filipinos und Inder reisen aufgrund ihrer besseren Englischkenntnisse in alle Welt.

    Gestern sah ich eine Nachricht von einer Schule, die einen Englischlehrer sucht.

    Gehalt:
    Für Englischsprachige: 30,000.00 THB/Monat
    Für Personen, deren Muttersprache nicht Englisch ist: 22,500.00 THB/Monat

    Die englischsprachigen Männer, die hierher kommen, sind diejenigen, die lediglich eine legale Aufenthaltsgenehmigung in Thailand anstreben und wenig oder gar kein Interesse daran haben, Kindern anständiges Englisch beizubringen.

    Bei den Menschen, für die Englisch eine Zweitsprache ist, handelt es sich oft um Filipinos, da sie dieses Einkommen nicht zu Hause erzielen.
    Nette Leute, und obwohl ihr Englisch viel besser ist als das der Thailänder, ist es natürlich alles andere als britisches Englisch.

    Wenn eine strukturelle Verbesserung wirklich angestrebt wird, muss man tiefer in die Tasche greifen und die Anforderungen an angehende Englischlehrer deutlich höher ansetzen.

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  9. Francois sagt oben

    Guten Morgen,
    Selbst das Englisch der Ärzte ist fast unverständlich, obwohl ich zugeben muss, dass mein Englisch auch nicht gerade berauschend ist. Trotzdem habe ich schon darüber nachgedacht, für wichtige Termine einen Englischlehrer mitzunehmen.
    Ich wünsche allen einen schönen Tag.

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    • Hubert sagt oben

      Genau, François.

      Erst letztes Jahr ging ich wegen einer Ohrenentzündung zum Arzt. Ich bekam ein Rezept für die Apotheke.

      Als ich nach Hause kam, habe ich nachgeschaut, was das für Medikamente waren. Es waren Alphablocker, die mir beim Wasserlassen helfen sollten. Vielleicht sollte ich mein Englisch doch noch etwas auffrischen 😉

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      • Dominique sagt oben

        Haha Hubert, aber eigentlich ist das gar nicht lustig.

        Vielleicht solltest du beim nächsten Mal mit deinen Symptomen zum Frauenarzt gehen. Wer weiß, vielleicht bekommst du dann die richtige Medikation. 🙂

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    • Jakob sagt oben

      Auch Ärzte tragen in der Regel Gesichtsmasken, was natürlich nicht gerade zu einer guten Verständlichkeit beiträgt.

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  10. Das Braun sagt oben

    Ich unterhielt mich einmal mit der Leiterin eines Englischprogramms in Hua Hin und fragte sie, warum die Thailänder im Allgemeinen (selbst Universitätsstudenten) so schlecht Englisch sprechen. Sie antwortete, dass die Regierung Englisch jahrzehntelang als „Sprache des Feindes“ betrachtet und es nie als Weltsprache, sondern immer nur als Sprache des alten Feindes angesehen habe.
    Diese Idee soll aus der Zeit des späten 18. Jahrhunderts (einschließlich Rama V.) stammen, als England, aber auch Frankreich versuchten, ihren Einfluss in Südostasien zu vergrößern, und es wurden sogar Kriege geführt, um dies zu erreichen.

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  11. Piet sagt oben

    Die Bardamen in der „Walking Street“ von Pattaya sprechen deutlich besser Englisch als ein Schüler, der während seiner Schulzeit sechs Jahre lang Englischunterricht hatte.

    Das sagt mir, dass Kenntnisse und Beherrschung einer Fremdsprache in erster Linie auf ausgiebigem Üben und der Aufrechterhaltung der Kenntnisse beruhen.

    Meine Frau absolvierte damals im Rahmen ihres Einbürgerungskurses in Belgien zwei Niederländischkurse. Seit wir nun, nach meiner Pensionierung, vor acht Jahren hier in Thailand leben, sprechen wir nur noch Englisch miteinander. Daher hat sie ihr Niederländisch fast vollständig vergessen.

    Ein thailändischer Schüler wird nie richtig Englisch sprechen können, wenn er nicht täglich übt. Die Angst vor dem Scheitern hindert ihn daran, seine Fähigkeiten zu verbessern. Mit dem Aufkommen des Internets und der sozialen Medien könnte sich vielleicht doch noch etwas ändern… wer weiß…

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  12. walter sagt oben

    Woher genau rührt diese Faszination für die englische Sprache, insbesondere in Nordeuropa?
    Könnte es nicht auch sein, dass es für die Thailänder wichtiger ist als für die Chinesen (sowohl praktisch als auch kulturell)?
    Aus meiner Erfahrung mit meinen (thailändisch-belgischen) Töchtern kann ich sagen, dass der Chinesischunterricht an weiterführenden Schulen tatsächlich einen hohen Standard hat.
    Die Bedeutung des familiären Umfelds beim Erlernen und Erhalten einer Sprache kann in der Tat nicht hoch genug eingeschätzt werden, aber wie viele von uns Einwanderern haben das Glück, einen Partner zu haben, der selbst „ausreichend“ Englisch spricht?
    Ich wollte nur erwähnen, dass es (laut Zahlen aus dem Jahr 2025) neben den 1.3 Milliarden Englischsprachigen auch 1,2 Milliarden Chinesischsprachige gibt…

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    • Dominique sagt oben

      STOPP, Walter … der dominante Einfluss Chinas gerät bereits außer Kontrolle.

      Und dann behauptest du auch noch, ein Thailänder würde Chinesisch besser lernen als Englisch? Nein, bitte tu das nicht.

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  13. rauben sagt oben

    Liebe Leserinnen und Leser,
    Interessant stuk, maar ben het soms volledig oneens met de schrijver, er wordt gesteld dat niet iedereen overal toegang heeft tot bijvoorbeeld internet, nou dat bestrijdt ik ten ten zeerste want waar je ook bent en om je heen kijkt iedere Thai zit vastgeroest aan zijn beeldscherm van zijn smartphone.

    Ik loop al jaren tegen mijn schoonfamilie te verkondigen, die allemaal bij buitenlandse bedrijven werken en daar mijn of meer ongeschoold werk doen, dat als ze eens wat Engels zouden leren de kans op een betere baan binnen het bedrijf zou toenemen omdat je dan de persoon bent die kan communiceren met leidinggevenden personeel op de vloer.

    Ook die zitten elke vrije minuut op de telefoon naar Thaise soaps of facebook te kijken, waarbij ik al vaak gezegd heb ga nou eens 3x per week een half uur een online cursus doen dan heb je vroeg of laat tenminste nog wat aan het uren naar je scherm staren, en vergelijk dan ook deNederlandse taal met de de Thaise taal, fijn om te spreken, maar zodra je de grens over bent heb je er niks meer aan.

    Het heeft naar mijn idee veel meer te maken dat de gemiddelde Thai denkt dat Thailand het centrum van het Universum is en daarbij heb ik ook de indruk dat ze vrij gemakzuchtig en buiten hun werk ook lui zijn.

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  14. Jan Markusse sagt oben

    De manier waarop in Thailand het Engels wordt onderwezen lijkt op de manier waarop ik mijn taalonderwijs in de jaren zestig in Nederland heb gehad. Alles ging schriftelijk, we leerden woordjes en grammatica met veel aandacht voor zaken als Duitse naamvallen en Franse werkwoordsvervoegingen. Dat lijkt vrij zinloos, maar toen ik later in het diepe werd gegooid en door mijn werk soms gedwongen werd om in een vreemde taal te communiceren, ging dat eerst wel moeizaam maar ik bleek toch wel veel aan die basiskennis te hebben.

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  15. Tino Kuis sagt oben

    Ja, meer spreken en luisteren. Thaise leraren geven meestal een Engelse les in het Thais met af en toe een Engels woordje. Dat schiet niet op.

    Ik gaf een aantal jaren 4 uur Engelse les per week in de eerste twee jaar van een middelbare school in Chiang Kham. Ik praatte een één stuk door, babbelde eigenlijk, in het Engels terwijl ik door de klas liep. Op een dag stak een leerling een vinger op en zei ‘Why you acting like a lion!’ Af en toe schreef ik een vertaling in het Thais op het schoolbord met wat opzettelijke fouten tot groot plezier van de leerlingen. Goed onderwijs lukt alleen met humor, lachen en fouten maken. Stomme farang. Na twee jaar kon je met alle leerlingen een eenvoudig gesprek voeren.

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  16. Cor van der Velden sagt oben

    Mooi geschreven excuus waarom de Thai niet zo goed Engels spreekt. Net zoals het moeilijk voor ons om een toontaal te leren zal dat andersom ook best moeilijk zijn. Maar daar ligt de verklaring niet, want Cambodjanen en Chinezen hebben dezelfde problemen, maar spreken veel beter Engels. Begin dit jaar ben ik voor visumverlenging nog een weekje in Cambodia geweest, en het verschil in taalvaardigheid valt gelijk op, hoewel het een Franse kolonie geweest is kan je uitstekend met Engels terecht, veel beter dan in Thailand.
    Voor Chinezen geldt hetzelfde. Het verschil ligt m.i. in de leraren. Hoewel Maleis de toontaal barriere niet heeft hebben ze daar wel hetzelfde probleem. Ik heb contacten met Indonesische afgestudeerden van de ⁰Universiteit van Pekanbaru, en hun taalniveau ligt zeker niet op bijvoorbeeld Europees niveau. Probleem is dat ze les krijgen van leraren die Engels niet als moedertaal hebben, net zoals in Thailand. Een prachtig geschreven excuus, maar m.i. ligt het gewoon aan de leraren en de lesmethode!

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  17. BertP sagt oben

    Solange Fernsehen und Radio nur thailändische Lieder und synchronisierte Filme ausstrahlen, werden sie niemals Englisch lernen.

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  18. William Phuket sagt oben

    Een groot probleem wat uitgeroeid moet worden is gebrek aan studiespirit.
    Niks moet. Maakt niet uit of een scholier wat uitvoert.
    Hij zal toch niet blijven zitten en een schooljaar hoeven overdoen.
    Gevolg is dat in een vervolgjaar ze helemaal de studieweg kwijt raken. Komt nooit meer goed.

    Ik ken 2 academische Thaise echtparen. Alle vier zelf ooit in buitenland gestudeerd.
    Verdienen in Thailand een heel goed inkomen.

    Eén echtpaar heeft een zoon die in Nieuw Zeeland 4 jaar Chemie studeert.
    Het andere echtpaar heef januari j.l. een dochter naar Middelbare school in Adelaide ( Australië) gebracht.
    Meisje had aanvankelijk heimwee. Beurtelings zijn pa en ma haar nog een keer gaan bezoeken.
    Meisje voelt nu ok, heeft dagelijks cyber contact met ouders.
    Meisje was in Thailand reeds goed beslagen in haar engels alvorens naar Adelaide te gaan.
    Ik kon, als uncle, met haar leuke gesprekken in engels voeren.

    Dit zijn geen uitzonderingen.
    Dat heeft door de jaren heen een Thaise educatie/professionele upperclass gevormd wat zichzelf in stand houdt en doorgeeft.

    Het is jammer dat veel Thaise kinderen niet in zo’n mooie wieg worden geboren.
    Het zou zo anders kunnen.

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  19. John Chiang Rai sagt oben

    Het niet goed, of voldoende Engels spreken, moet gewoon aan het Thaise onderwijs systeem liggen.
    Niet dat ik generaliserend over iedere school oordelen wil, maar een dame uit het nachtleven spreekt beter en vaak meer meer Engels, dan vele Thai na vele jaren school onderwijs.

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    • Werner sagt oben

      Heb je dit bericht gelezen hierboven?

      Piet zegt op
      21 April 2026 bei 05: 18

      Dit ter info …

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      • John Chiang Rai sagt oben

        Heb helaas geen tijd gehad om alle reacties te lezen, maar het is natuurlijk niet verwonderlijk dat meer mensen tot de zelfde mening komen.

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