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Die thailändische Regierung greift angesichts des rapide steigenden Drucks auf die öffentlichen Finanzen zu drastischen Finanzmaßnahmen. Vizepremierminister Pakorn Nilprapunt gab bekannt, dass Bangkok ein Notstandsdekret vorbereitet, um Kredite in Höhe von bis zu 500 Milliarden Baht aufzunehmen. Mit diesem Geld sollen wirtschaftliche Probleme bewältigt werden.

Laut Regierung ist dieser Schritt aufgrund der angespannten Liquiditätslage und einer Anhäufung externer Risiken notwendig. Dazu zählen internationale wirtschaftliche Unsicherheit, steigender Druck auf die Energieversorgung und Umweltfaktoren, die Thailands Wirtschaft besonders anfällig machen.

Notverordnung muss finanziellen Spielraum schaffen

Die Regierung möchte mit einem speziellen Notstandsdekret schnell handeln können. Laut Vizepremierminister Pakorn bedeutet dies nicht automatisch, dass Thailand tatsächlich die vollen 500 Milliarden Baht aufnehmen wird. Entscheidend ist, dass das Gesetz ausreichend Spielraum für eine Kreditaufnahme bis zu dieser Höhe bietet, sollte dies notwendig werden.

Dies wirft unmittelbar einen zweiten heiklen Punkt auf. Die Vorschriften zur Staatsverschuldung verpflichten die Regierung, die Schuldenobergrenze an den gesetzlich zulässigen Höchstbetrag anzupassen. Wenn die Notverordnung 500 Milliarden Baht zulässt, muss die Regierung daher auch sicherstellen, dass die Schuldenobergrenze hoch genug ist, um diesen Betrag abzudecken.

Die Staatsverschuldung nähert sich der aktuellen Grenze

Thailands Staatsverschuldung ist bereits nahe an der aktuellen Obergrenze. Sie beträgt derzeit rund 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit rückt das Land an die bestehende Obergrenze von 70 Prozent heran. Will Bangkok zusätzliche Kredite aufnehmen, ist eine Anhebung dieser Obergrenze daher der naheliegende Weg.

Finanzminister Ekniti Nitithanprapas hatte zuvor erklärt, dass die Schuldenobergrenze gegebenenfalls angehoben werden könne. Das Finanzministerium wird letztendlich festlegen, wo genau diese neue Grenze liegen wird. Dies verdeutlicht, wie begrenzt Thailands haushaltspolitischer Handlungsspielraum geworden ist.

Die Regierung verweist auf die bisherige Krisenstrategie.

Für Thailand ist dies kein völlig neues Instrument. Während der Coronavirus-Pandemie nutzte die Regierung bereits eine ähnliche Kreditmaßnahme zur Stützung der Wirtschaft. Der Bezug auf diese Zeit zeigt, dass Bangkok die aktuelle Lage als so ernst einschätzt, dass es erneut auf außergewöhnliche finanzielle Ressourcen zurückgreifen will.

Der Hintergrund ist komplexer als nur das Binnenwachstum. Thailand reagiert empfindlich auf externe Schocks, insbesondere solche, die durch Energiepreise, Handel und Tourismus ausgelöst werden. Wenn dieser Druck mit klimabedingten Problemen oder anderen Störungen zusammenfällt, kann eine offene Volkswirtschaft wie die Thailands schnell in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Die Regierung will daher finanzielle Reserven vorhalten.

Der Haushalt für 2027 muss straffer und sparsamer ausfallen.

Gleichzeitig arbeitet die Regierung am Haushalt für das am 1. Oktober beginnende Finanzjahr 2027. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul erläuterte am Montag die Eckpunkte der Vorbereitungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Kürzung nicht notwendiger Ausgaben und der Begrenzung von Budgeterhöhungen, um die finanziellen Risiken besser steuern zu können.

Das Kabinett hat im November bereits einen Haushaltsplan in Höhe von 3,788 Billionen Baht verabschiedet. Dieser sieht eine Ausgabensteigerung von 0,2 Prozent und eine Senkung des Haushaltsdefizits um 8,37 Prozent im Vergleich zum laufenden Haushaltsjahr vor. Der Vorschlag wird dem Kabinett am 23. Juni vorgelegt und anschließend vom 1. bis 3. Juli im Repräsentantenhaus diskutiert.

Thailand versucht, zwei Probleme gleichzeitig zu lösen: den unmittelbaren wirtschaftlichen Druck abzufedern und die Staatsfinanzen unter Kontrolle zu halten. Der vorgeschlagene Kredit in Höhe von 500 Milliarden Baht zeigt, wie ernst Bangkok die Lage nimmt. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie hoch die zusätzlichen Schulden sind, die die Regierung tatsächlich aufnehmen will.

Quellen: Bangkok Post, Reuters

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2 Kommentare zu „Thailand will 500 Milliarden Baht aufnehmen und die Schuldenobergrenze anheben“

  1. André sagt oben

    Es ist schon komisch, das zu lesen. Es sind ja nicht nur die Thailänder, die so sind. kreditkrank aber auch deren Regierung.

    Wenn Sie kein Geld haben, besorgen Sie es sich woanders, anstatt nach strukturellen Lösungen zu suchen.

    Wenn diese gigantischen Schulden nicht mehr zeitnah zurückgezahlt werden können, wird bereits eine andere Regierung an der Macht sein, und die Fehler werden der Vorgängerregierung angelastet. Offenbar ist das überall dasselbe.

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  2. William Phuket sagt oben

    Wie in vielen Ländern ist Papier geduldig.
    Niemand wird wegen einer höheren Schuldenobergrenze schlaflose Nächte haben.
    Das ist Sache späterer Generationen, die dann auch etwas dazu zu sagen haben werden.

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