Die Luftfahrt in Asien steht aufgrund von Treibstoffknappheit und teureren Flügen unter Druck.

Die Luftfahrt in Asien gerät aufgrund der Unruhen im Nahen Osten zunehmend unter Druck. Unterbrechungen der Treibstoffversorgung zwingen die Fluggesellschaften zu Notfallmaßnahmen. Sie streichen Flüge, reduzieren die Kapazität oder tanken vor dem Abflug zusätzlich. Dies verteuert und erschwert das Fliegen, insbesondere auf Strecken in Länder mit Treibstoffknappheit.
Dies betrifft auch Thailand. Das Land spielt normalerweise eine wichtige Rolle in der regionalen Treibstoffversorgung, hat aber den Export von Flugbenzin eingestellt. Infolgedessen spüren die Nachbarländer die Folgen besonders schnell. Reisende bemerken die Auswirkungen bereits, vor allem durch höhere Ticketpreise, ein geringeres Flugangebot und ein erhöhtes Risiko von Verspätungen oder Flugplanänderungen in der Region.
Die Treibstoffkrise trifft die Luftfahrt an mehreren Fronten.
Während frühere Ölkrisen vor allem zu höheren Preisen führten, herrscht nun auch ein Mangel an physischen Reserven. Dies verschärft die Lage für Fluggesellschaften erheblich. Sie müssen nicht nur höhere Treibstoffkosten tragen, sondern auch mit der Unsicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit an den Flughäfen entlang ihrer Flugrouten leben.
Analysten zufolge sind Asien, Europa und Afrika besonders gefährdet. Die USA verfügen über größere inländische Reserven und sind daher weniger abhängig von Lieferungen aus der Golfregion. In Asien sind die Auswirkungen gravierender, da die Region weniger Puffer hat und stärker auf Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus angewiesen ist. Da diese Route nun unter Druck steht, entstehen rasch Versorgungsengpässe.
Insbesondere die Importländer spüren die Auswirkungen.
Innerhalb Asiens sind es vor allem einkommensschwache Länder mit einer hohen Importabhängigkeit, die derzeit betroffen sind. Vietnam, Myanmar und Pakistan werden in diesem Zusammenhang explizit genannt. Verschärft wurde die Situation dadurch, dass China und Thailand den Export von Flugbenzin eingestellt haben, während Südkorea seine Exporte auf das Niveau des Vorjahres begrenzt hat.
Die Folgen sind bereits spürbar. Vietnam Airlines hat 23 Inlandsflüge pro Woche gestrichen, um Treibstoff zu sparen. In Myanmar wurden Inlandsflüge im März aufgrund von Engpässen vorübergehend eingestellt. Im April reduzierten einige Fluggesellschaften dort ihre Kapazitäten weiter. In Pakistan wird Piloten empfohlen, nach Möglichkeit zusätzlichen Treibstoff aus dem Ausland zu importieren, um weniger abhängig von lokalen Lieferungen zu sein.
Fluggesellschaften suchen nach Notfalllösungen
Um Flugausfälle zu minimieren, greifen Fluggesellschaften auf bekannte, aber kostspielige Notfallmaßnahmen zurück. Sie tanken am Heimatflughafen zusätzlich Treibstoff, planen Zwischenlandungen zum Auftanken ein oder begrenzen das Frachtgewicht an Bord. Diese Vorgehensweise hilft zwar kurzfristig, verringert aber die Effizienz der Flüge und erhöht die Betriebskosten.
AirAsia X führt auf Flügen nach Vietnam nun zusätzlichen Treibstoff aus Malaysia mit, da die Treibstoffkapazitäten an den Flughäfen dort begrenzt sind. Air India legt auf dem Rückflug von Yangon nach Delhi einen zusätzlichen Tankstopp in Kolkata ein. Ähnliche Lösungen werden auch andernorts in der Region umgesetzt. In Tahiti ist die Betankung internationaler Flüge sogar auf das für den Flugbetrieb unbedingt notwendige Minimum beschränkt.
Weniger Flüge und höhere Preise drohen zur Normalität zu werden.
Der Preis für Flugbenzin, der sich seit Beginn des Krieges mit dem Iran mehr als verdoppelt hat, setzt die Fluggesellschaften zusätzlich unter Druck. Einige Fluggesellschaften erhöhen ihre Tarife oder führen Treibstoffzuschläge ein. Andere streichen Flüge oder reduzieren ihre Kapazität, da die zusätzlichen Kosten den Betrieb sonst zu stark belasten würden.
Batik Air Malaysia ist ein eindrucksvolles Beispiel. Die Fluggesellschaft hat ihre Inlandskapazität um 36 Prozent reduziert. Laut Management ist dies notwendig, um größeren betrieblichen und finanziellen Schaden abzuwenden. Auch andere Fluggesellschaften bereiten sich auf weitere Maßnahmen vor, sollte die Krise andauern. In diesem Szenario werden die Sommermonate besonders kritisch sein, da in dieser Zeit traditionell mehr Flüge stattfinden, während Treibstoff weiterhin knapp bleiben könnte.
Folgen für Reisende und den Markt
Für Passagiere bedeutet diese Entwicklung vor allem, dass Fliegen teurer und unberechenbarer wird. Auf preissensiblen Strecken können Preiserhöhungen Reisende abschrecken und Fluggesellschaften zu erneuten Flugplananpassungen zwingen. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage noch nicht schnell genug, um das geringere Treibstoffangebot auszugleichen.
Dies führt zu einem schwierigen Dilemma. Berechnungen zufolge wurden seit Beginn der Krise täglich mindestens 400.000 Barrel Flugbenzin weniger produziert als üblicherweise für die Region Asien-Pazifik zur Verfügung stehen. Der Nachfragerückgang aufgrund von Flugausfällen ist deutlich geringer. Solange weiterhin Reisen gebucht werden und die Raffinerien weniger produzieren, bleibt der Druck auf den Sektor hoch. Folglich könnten die Auswirkungen in Thailand und dem übrigen Südostasien noch einige Zeit spürbar sein.
Die Luftfahrtbranche steht erst am Anfang einer schwierigen Phase. Solange der Krieg im Nahen Osten andauert und sich die Treibstoffversorgung nicht erholt, werden Fluggesellschaften weiterhin Strecken, Kapazitäten und Preise anpassen. Für Reisende bedeutet dies vorerst vor allem eines: weniger Planungssicherheit und voraussichtlich höhere Kosten, auch innerhalb Thailands und in der Umgebung.
Quellen: Bangkok Post, Reuters
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Ich habe im Dezember 2024 ein Ticket gekauft, Hinflug am 27. April 2025 und Rückflug am 21. September 2025, und habe 777 € für ein Economy-Ticket für Hin- und Rückflug Frankfurt-BKK mit Thai Air bezahlt.
Habe gerade nachgeschaut, was es jetzt kostet. Hinflug am 11. September, Rückflug am 10. Dezember.
Fast verdoppelt!
Thai Airways verlangt jetzt den Preis für zwei Economy-Tickets.
Gesamtpreis für Flüge:
EUR2,752.60
Gesamtpreis: 2,752.60 EUR für zwei Personen, also 1376 € pro Person.
Das ist eine sehr große Anpassung des Kraftstoffpreises.
Mich interessiert, wie lange die Unruhen im Nahen Osten andauern werden und wie stark die Preise sinken werden, sobald sie sich gelegt haben oder ganz vorbei sind.
GR. Arno
Wenn ich mir die Flüge von Eva Air aus Deutschland (nicht Frankreich) ansehe, erhalte ich die Nummer 1066, April bis September.