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Eine häufige Vogelart in Thailand ist die Europäische Hirtenmaina (Acridotheres tristis), auch bekannt als Indischer Star, Hirtenmaina oder Trauerstar. Sie ist ein Singvogel aus der Familie der Stare (Sturnidae). Ihr Verbreitungsgebiet ist groß und dehnt sich durch menschliche Einflüsse stetig aus.

In Thailand ist die Hirtenmaina leicht zu entdecken. Man sieht sie in Dörfern, auf Feldern, an Tankstellen, in Parks und Städten umherhuschen.

Die Europäische Hirtenmaina ist ein brauner Vogel von etwa 23–26 cm Größe. Sie hat einen schwarzen Kopf, einen gelben Schnabel und gelbe Beine sowie eine kahle Stelle um die Augen. Auf den Flügeln befinden sich große weiße Flecken, die im Flug deutlich sichtbar sind. Die Europäische Hirtenmaina kann die menschliche Sprache nachahmen und ist unter anderem deshalb ein beliebter Volierenvogel.

Die Hirtenmaina ist in den tropischen Regionen Afghanistans, Indiens, Sri Lankas und Bangladeschs beheimatet und lebt üblicherweise in lichten Wäldern, landwirtschaftlichen Gebieten und in der Nähe menschlicher Siedlungen und Städte. Durch Einschleppung ist der Vogel heute in vielen tropischen Regionen und Ländern verbreitet, darunter die meisten Länder Südostasiens, Australien, Neuseeland, die Salomonen, Neukaledonien, Fidschi, Samoa, die Cookinseln, Hawaii, Nordamerika, Südafrika, Mauritius und Réunion. Dieses Verbreitungsgebiet dehnt sich weiterhin aus. Daher zählt die Hirtenmaina zu den 100 schlimmsten invasiven Arten weltweit, die von der IUCN aufgeführt werden. Besonders das australische Ökosystem ist von dieser Vogelart bedroht.

Hirtenmainas haben eine vielfältige Ernährung. Sie fressen unter anderem Insekten, Früchte, Gemüse und Essensreste. Da sie Obstbäume oft kahl fressen, gelten sie als Schädlinge.

Die Hirtenmaina bleibt ein Leben lang mit demselben Partner zusammen. Sie baut ihre Nester in Baumhöhlen oder Mauern. Die Nester bestehen aus allerlei Materialien wie Blättern, Gras, Federn und verschiedenen Abfällen. In der Regel werden vier bis sechs Eier gelegt.

Ein Vogel, den man kaum übersehen kann

Die Europäische Beo ist recht leicht zu erkennen. Sie hat ein warmbraunes Gefieder, einen dunklen Kopf und leuchtend gelbe, unbefiederte Haut hinter dem Auge. Schnabel und Beine sind ebenfalls gelb, was dem Vogel ein wachsames und fast kühnes Aussehen verleiht. Im Flug fallen die weißen Flügelflecken sofort ins Auge. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, was die Unterscheidung im Freiland erschwert. Man sieht sie meist paarweise oder in kleinen Gruppen. Genau diese Kombination aus Farbe, Haltung und Selbstbewusstsein macht die Art auch für unerfahrene Vogelbeobachter leicht zugänglich.

Perfekt angepasst an das Leben unter Menschen

In Thailand fühlt sich die Hirtenmaina in offenem Gelände, landwirtschaftlichen Gebieten, Dörfern und Stadträndern wohl. Dichte Wälder meidet sie. Sie profitiert von menschlicher Aktivität und sucht an belebten Orten wie Märkten, Straßenrändern, Parkplätzen und Wiesen nach Nahrung. Dort ernährt sie sich von Insekten, Samen, Obstresten und anderen essbaren Abfällen. Dieses opportunistische Verhalten erklärt den großen Erfolg der Art. Wo andere Vögel scheu bleiben, zeigt sich die Hirtenmaina offen. Für Sie als Vogelbeobachter ist das von Vorteil, denn Sie müssen sie selten lange suchen.

Intelligent, laut und bemerkenswert gesellig.

Wer einen Moment inne hält, bemerkt schnell, dass die Hirtenmaina nicht nur optisch auffällt. Die Art erzeugt ein breites Spektrum an Lauten, von heiseren Rufen über Klicks und scharfe Warnrufe bis hin zu kurzen Pfiffen. Besonders gegen Abend können Gruppen bei der gemeinsamen Suche nach einem Schlafplatz sehr laut werden. Dieses Sozialverhalten verleiht dem Vogel eine lebhafte und zugleich dominante Ausstrahlung. Darüber hinaus ist die Hirtenmaina intelligent und selbstbewusst. Sie erkundet aktiv ihre Umgebung und reagiert schnell auf Gelegenheiten. Daher wirkt sie oft mutiger als viele andere Vögel, die man in der Nähe von Gebäuden in Thailand beobachten kann.

Von Vogelbeobachtern geliebt, andernorts umstritten.

In Thailand ist die Europäische Beo ein weit verbreiteter und bekannter Standvogel, dem man fast immer begegnet. Weltweit hat die Art jedoch einen ambivalenteren Ruf. Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets gilt sie als gefährliche invasive Art, vor allem weil sie sich schnell anpasst und andere Arten an ihren Nistplätzen verdrängen kann. Dies macht den Vogel ökologisch interessant. Er zeigt, wie erfolgreich eine Art werden kann, wenn Nahrung, Nistmöglichkeiten und die menschliche Umwelt optimal zusammenpassen. Für Vogelbeobachter in Thailand bleibt sie in erster Linie eine Art, die Wissenswertes vermittelt: häufig anzutreffen, gut sichtbar und ideal, um ihr Verhalten aus nächster Nähe zu beobachten.

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3 Kommentare zu „Vogelbeobachtung in Thailand: der Gemeine Myna (Acridotheres tristis)“

  1. Ellis sagt oben

    Gibt es viele dieser Vögel in unserem Garten? Wir bemerken tatsächlich, dass es viele Paare gibt. Wir nannten unser Paar Juttteke und Julluke. Wir geben ihnen jeden Tag Futter, zum Beispiel Brot, Hundefutter, Obst, und wenn ich die Tür nicht schließe, kommen sie herein. Wenn es am gewohnten Ort kein Essen gibt, kommen sie und schauen sehr unhöflich hinein. Wenn ich ihren Gesang nachahme, antworten sie. Grüße aus Huay Sai (Nordthailand)

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  2. Arjen sagt oben

    Wir haben auch viele davon in unserem Garten. Sie bauen ziemlich schlechte Nester und die Jungen fallen ziemlich regelmäßig aus. Wenn wir sie finden, versuchen wir, sie zu füttern und aufzuziehen. Normalerweise scheitert das, aber wenn es gelingt, haben wir ein sehr schönes Haustier. Wir bringen sie nicht in eine Voliere, sondern lassen sie so schnell wie möglich frei. Sie kommen jedoch immer wieder zurück. Sie finden einen Partner und kommen dann immer wieder mit dem Partner und ihrem Nachwuchs zurück. Partner und Junge halten einen angemessenen Abstand ein. Der Vogel, den wir aufgezogen haben, landet immer wieder auf unserer Schulter.

    Arjen.

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  3. Ronny Phang Khen sagt oben

    Es ist ein hübscher Vogel; ich sehe sie hier auch oft herumfliegen, und sie sind sehr stimmgewaltig. Auf unserem Land sind sie sicher, aber die Anwohner „jagen“ sie mit Steinschleudern und essen sie. Wenn sie sich sicher fühlen, sind sie freche Schlingel, die immer auf der Lauer liegen, um sich einen leckeren Bissen zu schnappen.

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