
Die Umfrage wurde von der Suan Dusit Universität von Dienstag bis Freitag unter 1.143 Befragten in ganz Thailand durchgeführt. Die Forscher befragten die Teilnehmer online und persönlich zu ihren Erwartungen an die Regierung von Premierminister Anutin Charnvirakul.
Das Ergebnis zeigt, dass wirtschaftliche Bedenken schwerer wiegen als politische Unterstützung allein. Der angekündigte Kredit soll zwar zur Lösung von Problemen beitragen, doch viele Wähler fragen sich, wer letztendlich die Kosten tragen wird. Diese Zweifel sind spürbar – im Alltag, auf dem Markt und unter Unternehmern, die feststellen, dass Kunden jeden Baht bei ihren täglichen Ausgaben genauer unter die Lupe nehmen als zuvor.
Die Lebenshaltungskosten sind am höchsten
77,97 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Regierung dringend Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten ergreifen muss. Insbesondere die Energiepreise und die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs belasten die Haushalte stark. Dies betrifft nicht nur Haushalte mit niedrigem Einkommen, sondern auch Familien der Mittelschicht, die jeden Monat genauer haushalten müssen.
Die Verschuldung der privaten Haushalte bleibt ein großes Problem. Laut einer Umfrage wünschen sich 63,78 Prozent, dass die Regierung Lösungen dafür findet. Viele Thailänder empfinden dies als doppelte Belastung: Lebensmittel werden teurer, Rechnungen häufen sich und die Tilgung von Schulden wird immer schwieriger. Der Spielraum, finanzielle Rückschläge abzufedern, schrumpft.
Ein Kredit in Höhe von 400 Milliarden Baht löst Unruhen aus
Laut der Umfrage ist die Staatsverschuldung das drängendste politische Problem. Insbesondere die geplante Aufnahme von Krediten in Höhe von 400 Milliarden Baht wird kritisch betrachtet. 44,44 Prozent der Befragten nannten dies als aktuell wichtigsten Kritikpunkt.
Die Regierung präsentiert das Darlehen als Mittel zur Bewältigung wirtschaftlicher Probleme. Dennoch bestehen unter vielen Bürgern Zweifel daran, ob das Geld sinnvoll eingesetzt wird und welche langfristigen Folgen die zusätzlichen Schulden haben werden. Premierminister Anutin Charnvirakul und Handelsminister Suphajee Suthumpun versuchten am vergangenen Dienstag bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne „Thailänder helfen Thailändern, die Lebenshaltungskosten zu senken“ Zuversicht auszustrahlen, doch die Umfrage zeigt, dass diese Bedenken weiterhin bestehen.
Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben düster
Die Aussichten sind ebenfalls wenig beruhigend. Für den Zeitraum von Juni bis August erwarten 46,89 Prozent der Befragten eine weitere Verschlechterung der thailändischen Wirtschaftslage. Weitere 32,81 Prozent glauben, dass sich kaum etwas ändern wird. Dies deutet auf eine weit verbreitete Unsicherheit hin.
Die Erwartungen an die Regierung Anutin sind ebenfalls verhalten. Laut einer Umfrage von Suan Dusit haben 33,16 Prozent der Befragten geringe Erwartungen an das aktuelle Kabinett. Demgegenüber haben 31,06 Prozent ein mäßiges Vertrauen. Diese Zahlen zeigen, dass viele Thailänder noch nicht überzeugt, aber auch nicht völlig desinteressiert sind. Sie warten ab, ob die Regierung rasch spürbare Verbesserungen erzielt.
Politisches Vertrauen hängt von wirtschaftlichen Ergebnissen ab
Pornpan Buathong, Direktor des Meinungsforschungsinstituts Suan Dusit, erklärt, dass wirtschaftliche Probleme nach wie vor die größte Herausforderung für jede Regierung darstellen. Die Bürger wollen keine langen Erklärungen, sondern schnelle und konkrete Lösungen. Die geplanten Kredite sollen die Wirtschaft stützen, doch die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf die steigende Schuldenlast, die Frage nach ausreichenden Renditen und die Zukunftsrisiken.
Laut Ngamprawan Ehsomnuk, Dekan der Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaften an der Suan-Dusit-Universität, wandelt sich die Auffassung der Thailänder von politischer Legitimität. Eine parlamentarische Mehrheit genügt nicht mehr. Regierungen werden zunehmend anhand ihrer Wirtschaftsleistung, Verwaltungsqualität und Glaubwürdigkeit beurteilt. Nach jahrelangen Versprechungen ohne sichtbare Ergebnisse reagieren viele Bürger zurückhaltend. Bleibt die erhoffte Verbesserung aus, können die geringen Erwartungen in Misstrauen und zusätzlichen politischen Druck umschlagen.
Die Umfrage zeigt vor allem, dass die wirtschaftliche Realität für viele Thailänder schwerer wiegt als die politische Rhetorik. Die Regierung Anutin hat Handlungsspielraum, jedoch nicht ohne Einschränkungen. Niedrigere Kosten, geringere Verschuldung und sichtbare Stabilität werden das Vertrauen der Bürger in den kommenden Monaten bestimmen.
Quelle: Bangkok Post
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